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FILMLEXIKON - FILMWISSEN VON A BIS Z

Fachbegriffe rund um die Filmproduktion - für Sie einfach erklärt

Viele Begriffe aus der Welt der Film- und TV-Produktion verwirren und machen es nicht einfach, die Materie zu verstehen. Imagevideo, Eventvideo, Industriefilm, Produktfilm, 3D Animation und vieles mehr.

Das Filmproduktion Film-Lexikon auf film-connexion soll Ihnen den Durchblick geben, was hinter den Fremdwörtern steckt. Von A wie Animation, über B wie Bauchbinde, bis Z wie Zoomobjektiv!


Im Filmproduktion Filmlexikon können Sie auf einen Blick Erklärungen zu den gängigsten Begriffen aus der Filmwelt nachlesen.

In den Texten, auf den einzelnen Seiten, zeigen gestrichelte Unterstriche, dass Sie beim Herüberfahren mit der Maus automatisch eine Erklärung erhalten. Und wenn Sie etwas nicht verstehen, rufen Sie uns an! Wir helfen gern weiter.

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Begriff Definition
180°-Regel

Die 180°-Regel ist eine bildgestalterische Richtlinie, die verhindern soll, das der Zuschauer die Orientierung in einer Bildfolge verliert. Sie besagt, dass sich in jedem Bild eine virtuelle Handlungsachse befindet, z.B zwischen zwei Personen, die sich unterhalten oder zwischen einer Person und einem Gegenstand. Diese virtuelle Handlungsachse darf nicht innerhalb eines Schnittes übersprungen werden. Die einzige Möglichkeit die Achse zu überqueren besteht darin, das Bild (bspw. mittels einer Kamerafahrt) über die Achse gleiten zu lassen. Beachtet man diese Regel nicht provuziert man einen sogenannten Achsensprung.

Abhörmonitore

Unter Abhörmonitore versteht man sehr hochwertige Lautsprecher, mit denen man die Qualität eines Audiosignals feststellen kann. Je nach Anzahl der Kanäle eines Films benötigt man auch die entsprechende Anzahl an Boxen. Hört man zum Beispiel den Stereoton eines Industriefilms ab, so benötigt man zwei getrennte Abhörmonitore. Handelt es sich jedoch um einen hochwertigen Imagefilm mit einem fünfkanäligen Dolby Digital - Ton, werden auch fünf Monitore gebraucht. Dabei wird der Ton nicht etwa mit einem hochkomplizierten Messgerät abgehört, sondern mit dem Gehör. Deshalb bilden viele Cutter und Tonmänner im Laufe ihrer Berufserfahrung ein sehr sensibles Gehör aus.

Achsensprung

Ein Achsensprung beschreibt die Verletzung der 180°-Regel. Beim Achsensprung springt die Kamera von einem Bild zum Nächsten über eine gedachte Handlungsachse. Dies zieht meist ein unangenehmes Empfinden auf den Zuschauer nach sich. I.d.R. geht die räumliche Orientierung beim Zuschauer verloren, da er Bezugspunkte im Bild nicht mehr ohne Weiteres zuordnen kann. Deshalb sollte man Achsensprünge so gut es geht vermeiden, in dem man entweder mit der Kamera auf einer Seite der Handlungsachse bleibt oder aber den Sprung über die Achse in der Bewegung zeigt.

Akkugürtel

Ein Akkugürtel besteht aus mehreren Akkuzellen, die miteinander zu einem flexiblen Gürtel verbunden sind. Die meisten Gürtel dieser Art besitzen eine Spannung von entweder 12 oder 14,4 Volt. Sie sind meist sehr schwer, deshalb werden sie nur dann eingesetzt, wenn modernere Akkusysteme zu teuer sind. Trotzdem kommt er auch heute noch in kleineren Web- und Industriefilmen zum Einsatz. Über einen Akkugürtel werden meist verschiedene Beleuchtungssysteme gespeist. Am häufigsten wird das Kopflicht auf der Kamera an einem solchen Gürtel angeschlossen.

Amerikanische Einstellung

Die Amerikanische Einstellung ist ein Begriff, der aus den alten Westernfilmen abgeleitet wurde. In dieser Kameraeinstellung werden Personen von Kopf bis knapp unter der Hüfte gezeigt, also bis zu der Stelle, an der früher der Colt saß.

Angel

Unter einer Angel oder auch Tonangel versteht man eine ausziehbare, meist sehr leichte Kunststoff- oder Aluminiumstange, an der man am Ende ein Mikrofon anbringt. Mit dieser Angel arbeitet der Tonmann und nimmt O-Töne von Personen auf, die zuvor nicht mit einem Ansteckmikrofon verkabelt werden konnten. Dieser Vorgang wird in der Filmproduktion „angeln“ genannt.

Animation

Wörtlich gesehen bezeichnet „Animation“ jede Technik, die Einzelbilder aneinander reiht und ein bewegtes Bild erschafft. So zum Beispiel beim Zeichentrickfilm. Heutzutage wird jedoch das Wort „Animation“ mit einer 3D-Animation gleichgesetzt. Diese Technik, bei der ein Film komplett am Computer entsteht, ist seit 1980 bekannt und erfährt seitdem einen rasanten Anstieg. Die Objekte basieren meist auf Vektordaten, zu denen im Anschluss noch Informationen über Aussehen, Bewegung und Oberflächenstruktur hinzugefügt werden. Zuletzt muss dann jedes Einzelbild berechnet und schließlich gerendert werden. In den meisten Fällen kommen Animationen im Kino oder Fernsehen vor, sehr oft auch in Form von Werbung. Animationen helfen ebenso in Bereichen der Naturwissenschaft oder Architektur.

Ansteckmikrofon

Ansteckmikrofone sind kleine Kugelmikrofone, die meist mit einer Klammer direkt an der Kleidung des O-Ton-Gebers angebracht werden. Da das Mikrofon sehr dicht an der Schallquelle angebracht ist, hat man den Vorteil eines sehr reinen Tons. Umgebungsgeräusche gibt es nur sehr wenig. Nachteil der Ansteckmikrofone ist die Anfälligkeit gegenüber Körperschall (Mikrofongeräusche bei Berührungen, etc.). Außerdem muss der Protagonist direkt in die Richtung des Mikrofons sprechen. Dreht er sich weg, versteht man nur noch einen Bruchteil des O-Tons.

Avi

Avi ist die Kurzform für „Audio Video Interleaved“ und ist ein Containerformat, das von der Firma Microsoft entwickelt wurde. In dem Container sind Audio und Video ineinander verschachtelt. Sie sind „interleaved“. Das Format war damals als einheitliche Lösung zur Wiedergabe kurzer Filmsequenzen gedacht und ist so alt wie der PC selbst. Deswegen wird der Container heute von den meisten Multimedia-Playern unterstützt, sodass man das Video beinahe überall abspielen kann. Fast alle DVD-Player können Avi-Dateien lesen und wiedergeben. Das Avi-Format besitzt jedoch einige Nachteile. So lassen sich Untertitel in einer Avi-Datei nur stark begrenzt einfügen. Außerdem existieren keinerlei Möglichkeiten zur Erstellung von Menüs oder Kapiteln. Da Avi ein Containerformat ist, kann man zur Qualität des Videos keinerlei Aussagen treffen. Entscheidend ist die Codierung des Videos.

Bauchbinde

Eine Bauchbinde ist eine Einblendung, meist am unteren Bildschirmrand, in der Name, Alter und Funktion einer Person angezeigt wird. Bauchbinden werden in der Regel in einem Originalton (O-Ton) eines Interviewabschnitts eingeblendet. Die Informationen sollen helfen das Gesagte besser einzuordnen. Bauchbinden können in Form und Farbe variieren. Von einer einfachen Farbbalkeneinblendung bis zur aufwendigen Animation ist so gut wie alles möglich. Bauchbinden lassen sich auch ohne O-Ton-Geber verwenden. Zum Beispiel in Industriefilmen, da man zusätzliche Informationen in ihnen unterbringen kann, die im Film nicht vorkommen.

Bewegungsunschärfe

Wenn ein Objekt sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit an einem Kameraobjektiv vorbei bewegt, so ist das Objekt nicht gestochen scharf. Je schneller es sich bewegt, desto unschärfer wird es. Bewegt sich die Kamera mit einem Objekt in derselben Geschwindigkeit, so ist zwar das Objekt scharf, der Hintergrund verschwimmt jedoch in der Unschärfe. Dieser Effekt wird in beiden Fällen als Bewegungsunschärfe bezeichnet. Neben der Bewegungsgeschwindigkeit spielt auch die Belichtungszeit eine entscheidende Rolle. In der Fotografie war dieser Effekt anfangs eher unerwünscht. Mittlerweile wirkt das Bild (egal ob bewegt oder unbewegt) aber ästhetischer, wenn es ein gewisses Maß an Bewegungsunschärfe aufnimmt. Sollte die Unschärfe doch Überhand nehmen, kann man den Effekt mit der Einstellung einer niedrigeren Verschlusszeit verringern.

Bildachse

Die Bildachse ist eine gedachte Linie innerhalb eines Bildes. Sie verläuft zwischen der agierenden Hauptperson und bspw. einer Nebenperson bzw. dem Gegenstand, mit dem die Person agiert. Die Bildachse ist elementar wichtig, um dem Zuschauer einen Eindruck von der Umgebung zu vermitteln, ohne ihn zu verwirren. Dafür muss die Kamera immer auf einer Seite der Handlungs- oder Bildachse sein. Die einzige Möglichkeit, die Achse zu überqueren, ist, die Person über die Achse treten zu lassen oder aber die Kamera mittels einer Fahrt über die Bildachse zu schieben. Diese Regel wird 180°-Regel genannt. Die Verletzung dieser Regel bezeichnet man als Achsensprung.

Bildauflösung

Die Bildauflösung ist die Angabe der Größe eines Bildes. Sie lässt sich auf zwei unterschiedlichen Wegen wiedergeben: Entweder als Gesamtanzahl der Pixel (angegeben meist in Megapixel) oder aber in Länge x Breite. Der Begriff „Bildauflösung“ wird jedoch oft für die Bezeichnung der Punktdichte benutzt. Dies kann zu Missverständnissen führen, da die Punktdichte ein eindeutiges Maß für die Qualität des Bildes ist. Mit der Größe eines Videos (oder eines Fotos) kann man die Qualität nicht eindeutig bestimmen, da sie von der Größe des Wiedergabegerätes abhängt. Sieht man sich einen Film mit der Bildgröße 854 x 480 auf einem großen Breitbildfernseher mit den Maßen 1280 x 720 an, so wird die Qualität schlechter sein, als bei einem kleinen Player, der exakt die Maße des Videos hat. Eindeutig bestimmen lässt sich die Qualität also nicht. Prinzipiell aber gilt: Je höher die Auflösung, desto besser wird die Bildqualität.

Bildrate

Die Bildrate oder auch Bildwechselfrequenz beschreibt die Anzahl der Vollbilder, die pro Sekunde übermittelt werden. Für die PAL – Fernsehnorm 576i/25 steht die 25 für 25 Hz, also einer Bildrate von 25 Vollbildern pro Sekunde. Das i steht für Interlaced, einem Zeilensprungverfahren bei dem die 25 Vollbilder in 50 Halbbilder aufgeteilt werden. Die Halbbildfrequenz beträgt also 50 Hz. Im Zeitalter des digitalen Videoschnitts besteht die Möglichkeit Image- und Werbefilme in beliebige Bildraten auszurechnen. Der Standard liegt jedoch bei 25 Hz, da somit eine 100-prozentige Kompatibilität mit etwaigen Playern besteht.

Bin

Der Begriff Bin stammt aus dem digitalen Videoschnitt. In einem Schnittsystem bezeichnet man alle Sammelordner, die man z.B. für das Rohmaterial, die Musik oder einzufügende Bilder anlegt, als Bin. Auch Unterordner, die für mehr Struktur innerhalb eines Projekts sorgen, werden als Bin bezeichnet.

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Glossary 2.7 uses technologies including PHP and SQL

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