PAL (Phase Alternating Line)

Die Abkürzung PAL steht für Phase Alternating Line und bezeichnet ein Farbübertragungsverfahren im analogen Fernsehen. Es steht in Konkurrenz zum überwiegend im amerikanischen Raum genutzten NTSC-Verfahren (National Television Systems Committee). Dabei hat es einen entscheidenden Vorteil. Bei der Übertragung von Farben gehen immer Farbinformationen verloren. Diese kann man beim NTSC – Verfahren nur manuell am Fernseher nachregeln. Dies ist jedoch oft unbefriedigend und keineswegs genau. Deshalb wurde dieses Verfahren auch in einigen Medien scherzhaft mit „Never The Same Color“ betitelt. Bei einem PAL – Fernsehbild kann dies nicht passieren. Dazu muss man wissen, dass das Bild aus 25 Vollbildern, also 50 Halbbildern besteht. Ein Halbbild ist dabei dem darauf folgenden Halbbild sehr ähnlich. Der Gedanke ist, das Signal jedes zweiten Halbbildes 180° zu drehen und eventuelle Differenzen (also Farbverlust) automatisch auszugleichen. Die Folge: Man erhält am Fernsehbildschirm die Farbe, die im Schnitt festgelegt wurde. Ein nervendes Nachregeln ist nicht nötig. Aufgrund dieses Vorteils ist PAL der Standard, der sich am weitesten verbreitet hat. Nicht nur in großen Teilen Europas, sondern auch Südasien, Australien, weiten Teilen Afrikas und Südamerikas ist das PAL-Format der Fernsehstandard.